Behandlungspflege: Wenn medizinische Versorgung zu Hause nötig wird

16. Januar 2026

„Ihre Mutter kann morgen nach Hause, aber die Wunde muss täglich versorgt werden." Solche Sätze vom Krankenhauspersonal können erstmal überfordern. Wie soll das gehen? Wer macht das? Und was kostet das alles?

Die Behandlungspflege ist eine Lösung, von der viele gar nicht wissen, dass es sie gibt. Dabei ermöglicht sie etwas Wertvolles: Ihre Angehörigen können zu Hause genesen, während sie gleichzeitig professionell versorgt werden.


Was bedeutet Behandlungspflege eigentlich?

Stellen Sie sich vor, Ihr Vater kommt nach einer Operation nach Hause. Die Wunde braucht regelmäßig frische Verbände, er muss Spritzen bekommen oder der Katheter muss versorgt werden. Das sind keine Aufgaben, die Sie als Angehöriger ohne medizinische Ausbildung übernehmen sollten. Zum Glück müssen Sie das auch nicht.

Bei der Behandlungspflege kommen examinierte Pflegefachkräfte zu Ihnen nach Hause und übernehmen alle medizinischen Tätigkeiten, die der Arzt verordnet hat. Das kann die Wundversorgung sein, das Verabreichen von Medikamenten oder Insulin-Spritzen, das Messen von Blutdruck und Blutzucker oder auch die Versorgung von Infusionen.

Der große Unterschied zur Grundpflege, die beim Waschen, Anziehen oder Essen unterstützt: Behandlungspflege ist medizinisch und wird ärztlich angeordnet. Und hier kommt die erste gute Nachricht: Sie brauchen dafür keinen Pflegegrad! Auch wenn die zu behandelnde Person sonst fit ist und keine dauerhafte Pflege benötigt, haben Sie Anspruch auf Behandlungspflege, wenn der Arzt diese verordnet. 


Wann braucht man überhaupt Behandlungspflege?

Manchmal ist es die Zeit nach einem Krankenhausaufenthalt, wenn jemand noch nicht ganz auf den Beinen ist, aber schon nach Hause möchte. Dann kann die Behandlungspflege helfen, einen erneuten Krankenhausaufenthalt zu vermeiden.

Oft betrifft es auch Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, die dauerhaft Unterstützung bei der Insulingabe brauchen. Auch bei schlecht heilenden Wunden, die regelmäßig fachgerecht versorgt werden müssen, unterstützt die Behandlungspflege.

Ihr Arzt entscheidet gemeinsam mit Ihnen, welche Maßnahmen notwendig sind, und stellt die entsprechende Verordnung aus. 


Die Kostenfrage: Was kommt auf uns zu?

„Das können wir uns nicht leisten" – dieser Gedanke kommt vielen zuerst. Dabei ist die Behandlungspflege für die meisten Menschen finanziell gut machbar. Denn die Kosten trägt nicht die Pflegekasse, sondern Ihre ganz normale Krankenkasse.

Als Erwachsener zahlen Sie 10% der täglichen Kosten dazu sowie maximal 10€ pro Tag. Und das auch nur für höchstens 28 Tage im Jahr. Zusätzlich kommt eine einmalige Rezeptgebühr von 10€ dazu. Das war's.

Falls Sie oder Ihre Angehörigen ohnehin schon viele Zuzahlungen im Jahr leisten müssen, gibt es eine Schutzgrenze: Sie liegt bei 1% des jährlichen Bruttoeinkommens. Sobald dieser Betrag erreicht ist, können Sie eine Befreiung bei Ihrer Krankenkasse beantragen. 


So kommen Sie zur Behandlungspflege

Der Weg ist unkomplizierter, als viele denken. Sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt über die Situation und was zu Hause medizinisch getan werden muss.

Mit dem ausgestellten Rezept suchen Sie sich einen ambulanten Pflegedienst aus, dem Sie vertrauen. Der Pflegedienst reicht die Verordnung bei der Krankenkasse ein, die sie in der Regel genehmigt. Und dann kann es auch schon losgehen.

Die Pflegefachkräfte kommen zu den vereinbarten Zeiten zu Ihnen nach Hause, führen die verordneten Maßnahmen durch und dokumentieren alles sorgfältig. Sie haben dabei immer die gleichen Ansprechpartner und müssen niemandem erklären, wie der Katheter sitzt oder wo die Verbände liegen.


Wie wir Sie bei der Pflegesonne unterstützen

Wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich alles ganz schnell gehen muss. Wenn das Krankenhaus Sie entlässt und Sie nicht genau wissen, wie das alles zu Hause funktionieren soll. Oder wenn Sie merken: Die tägliche Insulinspritze überfordert uns einfach.

Deshalb nehmen wir uns Zeit für Sie. Unser Team aus examinierten Pflegefachkräften übernimmt alle medizinischen Aufgaben, die Ihr Arzt verordnet hat, professionell, zuverlässig und mit dem nötigen Einfühlungsvermögen. 


Sie brauchen Unterstützung? Melden Sie sich bei uns!

Sie erreichen uns über kontakt@pflegesonne-ruhrgebiet.de oder unter 02041 7828750


Schlüssel im Türschloss, daneben ein roter Hausschlüsselanhänger.
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In der ambulanten Pflege kann es große Unterschiede in der Qualität der Versorgung geben. Ein wichtiger Aspekt davon ist, dass sich die Patienten nicht immer wieder an neue Gesichter gewöhnen müssen. Wer kommt eigentlich? Ist es jeden Morgen jemand anderes? Und macht das einen Unterschied? Die kurze Antwort: Ja, einen sehr großen. Was Kontinuität in der Pflege bedeutet Kontinuität bedeutet, dass Pflegekräfte den Tagesablauf, die Vorlieben und den Zustand ihres Patienten kennen. Nur durch diese Nähe können Veränderungen schnell erkannt werden. Außerdem ist für ältere Menschen, die vielleicht schon orientierungslos sind oder sich schwer auf Neues einstellen können, ein fremdes Gesicht am Morgen mehr als eine kleine Unannehmlichkeit. Es kann Stress auslösen, Verwirrung verstärken und das Vertrauen in die Pflege grundlegend schwächen. Was wechselnde Pflegekräfte konkret bedeuten Wer immer wieder jemand anderen schickt, verliert Informationen. Plötzlich isst der Patient weniger, wirkt niedergeschlagen oder zeigt körperliche Veränderungen – neuen Gesichtern fehlt häufig einfach das Wissen, wie es dem Patienten üblicherweise geht. Das ist nicht nur ein Komfortproblem, sondern ein Sicherheitsproblem. Viele Verschlechterungen des Gesundheitszustands kündigen sich durch kleine Zeichen an, die sich über Tage oder sogar Wochen aufbauen. Warum es trotzdem passiert Wechselnde Pflegekräfte sind in vielen Pflegediensten keine Ausnahme, sondern gehören aufgrund von Personalmangel, Schichtplanung und Krankheitsfällen zum Alltag. Bei der Pflegesonne nehmen wir die Patient-Pflegekraft-Beziehung ernst, deshalb sorgen wir dafür, dass unsere Patienten feste Bezugspersonen haben, denen sie vertrauen. Was Angehörige fragen sollten Wer einen Pflegedienst sucht oder bereits einen hat, kann beispielsweise fragen: Gibt es Bezugspflege? Wie stellen Sie sicher, dass jemand, der zu uns kommt, uns wirklich kennt? Ein guter Pflegedienst ist bereit, all Ihre Fragen zu beantworten und Ihnen Unsicherheiten zu nehmen . Sie brauchen Unterstützung? Melden Sie sich bei uns! Sie erreichen uns über  kontakt@pflegesonne-ruhrgebiet.de  oder unter  02041 7828750